Einige Geschichten dankbarer Patienten

2009

Virginia Prieto de Portillo

Virginia Prieto de Portillo
 
Virginia ist 42 Jahre alt und lebt in der Ortschaft Huguá Guazú nördlich von Loreto. Sie ist Hausfrau und Mutter von acht Kindern. Vor zwei Jahren verlor Virginia durch Star allmählich die Sehkraft eines Auges. Mit der Zeit befiel der Star auch ihr anderes Auge, und sie wurde für drei Monate blind. Die Einschränkungen und Ausgrenzungen, die sie nun auf Grund ihrer Blindheit erlebte, machten sie traurig und wütend. Sie konnte nicht mehr die Hausarbeit verrichten und ihrer Familie dienen wie bisher. Am meisten sehnten sie sich danach, die Gesichter ihrer zwei jüngsten Kinder zu sehen, Pedro, 7 und Roberto 10 Jahre. Obwohl sie kein Geld für eine Behandlung besaß, verlor Virginia nicht die Hoffnung. Nachdem sie Gott lange darum gebeten hatte, wieder sehen zu können, hörte sie im Radio, dass die Ortsgemeinschaft Loreto eine Fahrt nach Asunción für Personen mit Augenleiden organisiere, damit diese dort von der Fundación Visión behandelt werden könnten. Ohne vorher von einem Augenarzt beraten worden zu sein, ohne viel zu überlegen und mit sehr wenig Geld, ging Virginia die 30 km zu Fuss, die sie von der Omnibus-Haltestelle trennten. Nach einer Untersuchung durch die Augenärzte der Fundación, wurde sie am 18. August 2009 an ihrem linken Auge operiert. Sie war überglücklich, als sie am nächsten Tag wieder sehen konnte. Es sollte hier erwähnt werden, dass die Ortsgemeinschaft Loreto die Transportkosten und den größten Teil der Operationskosten deckte. Virginia wartet nun mit großer Vorfreude darauf, in drei Monaten auch an dem anderen Auge operiert zu werden. Sie freut sich sehr, dass sie nun wieder kochen und ihre Lieben sehen kann. Sie sagt mit Humor, der einzige Nachteil bestehe darin, dass sie nun keine Entschuldigung mehr dafür hat, ihrem Mann nicht beim „Kühe melken“ zu helfen.

Eugenio Villar

Eugenio Villar
 
Eugenio hat vor drei Jahren sein Sehvermögen verloren, weil er nicht wusste, wo er um Hilfe bitten könnte. Durch seine Blindheit verlor er seine Arbeit. Eugenio erzählte uns, dass er während dieser Jahre der Blindheit in Trauer gelebt hat. Obwohl seine Kräfte nicht abgenommen hatten, war er doch ganz von einer anderen Person abhängig. Eugenio kam zur Sprechstunde bei der Fahrenden Beratungsstelle des Programms Visión in Vallemí, und die Ärzte sagten ihm, dass seine Krankheit durch eine Staroperation geheilt werden könnte. Er wurde am 6. Juli 2009 bei der Fundación Visión operiert, und jetzt ist er froh, denn er kann seine, in letzter Zeit geborenen Enkel sehen und auch die Freunde wieder erkennen, die ihn beim Vorübergehen grüßen. Eugenio ist bereit, die Wiederherstellung seines Sehvermögens zu nutzen, und wie bisher weiterzuarbeiten, indem er im Steinbruch Steine auflädt.

Ramón León

Ramón León
 
Ramón León stammt aus Vallemí und ist 75 Jahre alt, verwitwet und von seinen Familienangehörigen verlassen. Ramón war 5 Jahre lang blind. Sowohl seinen Unterhalt als auch seine Pflege hat er der Solidarität seiner Nachbarn zu verdanken, die ihn auch zu einer Sprechstunde beim Programa Visión brachten. Mitglieder des Stadtrates von San Lorenzo, Joaquina Azuaga und Digno Cañete, sorgten dafür, dass er nach Asunción fahren konnte, wo er durch Ärzte der Fundación Visión am 7. Juli 2009 einem chirurgischen Eingriff unterzogen wurde. Der größte Teil der Reise- und Operationskosten wurde durch eine finanzielle Unterstützung seitens der Ortsgemeinschaft von Vallemí unter der Leitung der lokalen Radiostation Itápora gedeckt. Ramón hat sein Sehvermögen wiedererlangt. Als ihm die Binde vom operierten Auge genommen wurde, sagte er: „Die Welt ist heute für mich neu geworden.“ Das Lächeln Ramons auf dem Foto, während seines Interviews mit dem Rundfunksender Itápora von Vallemí, zeigt seine Freude.

De Los Santos Bernal - Freude unter Nachbarn

De Los Santos - Alegría entre vecinos
 
Mariano Valdez aus der Ortschaft Luque erzählt: „De los Santos Bernal wuchs ohne seine Eltern in der Nähe von Luque auf. Wir kennen ihn als einen gutherzigen, gefälligen und aufrichtigen Menschen. Vor einiger Zeit verlor er sein Sehvermögen. Mehrmals wachte er in fremden Stadtteilen auf, weil er nicht erkennen konnte, wo er sich befand. Als Nachbarn übernahmen wir es deshalb, für ihn zu sorgen. Auf der Suche nach Hilfe wandten wir uns an verschiedene Krankenhäuser, aber alles war sehr teuer. Da erschien, wie ein Bote Gottes, eine Person, die uns von der Fundación Visión erzählte. Die erste Sprechstunde fand in Areguá statt, wo die Ärzte bilateralen Star (an beiden Augen) feststellten. Diese Diagnose erweckte in uns große Hoffnung. Die Operation wurde am 1. Juli 2009, drei Tage nach der Sprechstunde, durchgeführt, und es war ein „VOLLER ERFOLG“. Am nächsten Tag wurde ihm die Binde abgenommen und De los Santos konnte wieder sehen. Er rief mich bei meinem Namen und dann schaute er auf meine Tochter und nannte sie auch mit Namen! Die Freude war so groß, dass wir alle nur weinen und staunen konnten über diese neue Gelegenheit, wieder sehen zu können, die Gott De Los Santos gab. Ich bin allen, die in der Fundación Visión arbeiten, unendlich dankbar. Möge Gott Euer Leben mit Segen erfüllen durch diese so edelmütige Arbeit, „DEN AUGEN ANDERER LICHT ZU BRINGEN. VIELEN DANK!“ Mariano Valdez.

Aura Espínola - Eine Operation, durch die es wieder mehr Möglichkeiten gibt - weiterzukommen.


Aura Espínola
 
Aurelia Espinola kommt aus der Stadt Carapeguá, die im Departament Paraguarí liegt. Die Frau litt während vier langen Jahren an Star in beiden Augen. Sie konnte praktisch nichts mehr sehen. Ihre Lage wurde immer schwieriger, denn sie war eine Frau, die schon früh verwitwete. Die geringe Unterstützung, die sie von einigen Verwandten erhielt, zwangen sie, vieles für ihren täglichen Unterhalt zu unternehmen. Sie verbrachte viele Stunden damit, Hühner zu hüten und zu füttern. Der Verkauf von Eiern und Hühnern half ihr, ihre Armut etwas zu lindern. Die Blindheit nahm jedoch immer mehr zu, und es fehlte nicht an skrupellosen Menschen, die ihr einen Teil ihrer Produktion entwendeten. Diese Umstände brachten sie dazu, sich von Fachärzten der Fundación Visión im Rahmen einer Kampgne beraten zu lassen, die von der Institution mit ihrer fahrenden Klinik in Carapeguá durchgeführt wurde. Diese erste Sprechstunde beim Arzt wurde entscheidend für ihr Leben. Aurelia erinnert sich, dass sich ihre Situation ab dann änderte. Nach einiger Zeit kam sie in die Hauptstadt Asunción. Die medizinischen Untersuchungen zeigten, dass Aurelia sobald wie möglich operiert werden musste, denn der Star befand sich in seinem aggressivsten Stadium, und Aurelia konnte nichts mehr sehen. Nach der ersten Operation erlangte sie wieder ihr Sehvermögen. Heute erzählt Aurelia: „Ich werde mich weiter mit der Hühnermast für den Verkauf beschäftigen. Die Fundación hat mich wieder arbeitsfähig gemacht. Durch den Verkauf meiner Produktion kann ich einen Neuanfang machen. Ich kann weiterkommen.

Dahiana Cuevas

Dahiana Cuevas
 
Dahiana lebt in der Stadt Encarnación, 374 km von Asunción entfernt. Dahiana hatte seit ihrer Geburt ein Augenleiden. Ihre Eltern merkten, dass das Mädchen mit vier Monaten überhaupt nichts sehen konnte. Mit viel Mühe und dank der Unterstützung der Nachbarn, gelang es ihnen, die Fundación Visión aufzufinden. Ab dann begann eine lange Behandlung, zu der auch der Gebrauch einer Brille gehörte, damit Dahiana ihren Tätigkeiten ohne Schwierigkeiten nachgehen konnte. Obwohl sie bereits eine sehr starke Brille trug, hatte Dahiana Schwierigkeiten in der Schule. Die Unterstützung seitens ihrer Schulfreunde und ihrer Lehrerin trugen ganz entscheidend dazu bei, dass sie ihre Sehbehinderung ertragen konnte. Die Eltern des Mädchens entschieden sich, nach Japan zu fahren, um neue Arbeitsgelegenheiten für den Unterhalt der Familie zu suchen. Sie liessen die kleine Dahiana in der Obhut ihrer Tante zurück, die keine Mühe scheute, zur Fundación zu gelangen und ihre ganze Hoffnung auf die Behandlungen setzte, die das Mädchen dort erhielt. Nach fünf Jahren war Dahiana fertig für die Operation. Die Ärzte fingen an, nach einer intraokulären Linse zu suchen, um die Operation so bald wie möglich durchführen zu können. Im März des Jahres 2009 wurde das Mädchen dem Eingriff unterzogen. Das Ergebnis war ein strahlendes Lächeln, denn es öffnete den Zugang zu neuen Gelegenheiten im Leben von Dahiana. Mit sechs Jahren kann sie schon ohne Schwierigkeiten sehen und kann ihre Leistungen in der Schule sehr verbessern.

2008

Edison Alejandro Arce Alegre
 

Edison Alejandro Arce Alegre

Edison Alejandro wurde am 18. Dezember 2008 geboren. Er kann das linke Auge nicht schließen und wurde ohne das rechte Auge geboren, möglicherweise weil seine Mutter agrochemischen Giften oder Emfängnisverhütungsmitteln ausgesetzt war. Gegenwärtig wird Edison Alejandro von der Fundación Visión betreut.


Emerenciano Cabrera

Emerenciano Cabrera
 
Emerenciano ist 75 Jahre alt und lebt gegenwärtig allein in einem Haus in San Lorenzo, das er hütet. Emerenciano, der an Star litt, wurde an beiden Augen operiert, und ist der Fundación Visión unendlich dankbar für die Betreuung, die ihm durch und während der Operation geboten wurde.



Juan Molas Quintana

Juan Molas Quintana
 
Juan ist 64 Jahre alt und lebt gegenwärtig in Canavi 3, Ypacaraí. Juan litt seit seinem 8. Lebensjahr an Star am linken Auge und ist der Fundación Visión sehr dankbar, denn durch die Operation konnte er seine Arbeit wieder aufnehmen.



Mercedes Blanco

Mercedes Blanco
 
Mercedes ist 55 Jahre alt und kommt aus Luque. Sie litt an diabetischer Retinopathie. Zudem erlitt sie durch einen Autounfall einen Bluterguss in einem ihrer Augen, so dass sie über 100 Tage blind war. Was ihr in dieser Zeit am meisten fehlte, war, dass sie ihrem Sohn nicht helfen und nicht der Gemeinde dienen konnte, zu der sie gehört. Mercedes kann nun dank einem chirurgischen Eingriff wieder sehen, der von Ärzten des Programms Visión am 7. August 2008 vorgenommen wurde.


Mario Baldovinos

Mario Baldovinos
 
Mario ist ein zuckerkranker Patient von 55 Jahren und lebt im Barrio (Stadtteil) Republicano von Asunción. Er wurde durch das Programm Visión am 7. August 2008 operiert. Bei ihm wurde eine Vitrektomie am linkten Auge vorgenommen, so dass er mehrere seiner Aktivitäten wieder aufnehmen konnte.